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„Doch ein freies, friſches Leben
„ Hat mir laͤchelnd die Natur „»Auf den kurzen Pfad gegeben; „Heitre Schoͤnen lieb' ich nur!⸗⸗
Sylfe ſchwingt den Silberſittig,
Faattert durch ein blinkend Thor; Schimmernder, als Pfau und Pſittig, Lacht der ſtolzen Tulpen Flor. Schlank im gruͤnen Koͤnigskleide, Mit der Krone Feuergold, Strahlend mit Nubingeſchmeide, Fordern ſie den Liebesſold.
„Stumm bewundr' ich, hohe Schoͤnen! „Eures Schmuckes Purpurlicht; „„Aber meine Hoffnung kroͤnen, „Sultanstoͤchter, koͤnnt ihr nicht. „Legt euch ungeliebt zu Grabe
„In der eiteln Krönungstracht; „Daß ich mich an Liebe labe, „Flieh' ich hin, wo Liebe lacht!⸗


