Teil eines Werkes 
8. Bd. (1815)
Entstehung
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genoß der Ruhe, die deſſen Siege ihm erkaͤmpft

hatten, der Schaͤtze, die er geſammelt hatte,

und wohnte in der praͤchtigen Stadt, die ſeines Vaters Namen fuͤhrte. Dieß waͤr' alles gewe⸗ ſen, was ſich von ihm ſagen ließ, und genug, um die Maͤchte zu reitzen, die keinem Muͤßigen den Lohn fremder Arbeiten goͤnnen; aber Mynias war nicht nur kein guter, er war ein boͤſer Koͤnig; das Land ſeufzte unker ſeinem Drucke. Tauſende verſchmachteten, um ſeinen Schwelge⸗ reien zu froͤhnen. Sein Stolz verachtete das Andenken der Ahnherrn, durch die er alles ward, und wollte, indem er die Leiter hinwegſtieß, durch die er empor geſtiegen war, ſich allein in der Luft, nahe dem Throne der Goͤtter ſchwebend, erhalten. Dem Jupiter Minyas prangte der herrlichſte ſei⸗ ner Tempel, und die Stadt Orchomenos mußte den Namen ihres großen Erbauers in Leucippe umwandeln..

Leucippe war die juͤngſte der Minyaden, ein ſpaͤtes Geſchenk, das die Liebe dem bejahrten

Koͤnige durch die liebſte und edelſte ſeiner Frauen

gab. Leucippens Mutter, genannt wie ſie, war nicht mehr. An dem Tage, da ſie der Koͤnig

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