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Fuͤnf Minuten im Staube der Welt ent⸗ ſagt— O daß dein Geiſt im Himmel, nicht im Staube ſei!—
Dein Geluͤbd iſt vollbracht— auf immer
vollbracht!— Du koͤmmſt zuruͤck in deinem Schmuck! Deine ſchoͤnbelaubte Fackel kleidet dich wohl! Die Krone ſteht dir wohl!
Dein Geluͤbd auf immer—— ja, auf immer! Du biſt wol kaum funfzehn Jahr auf Erden; kannſt noch funfzig es bezahlen muͤſſen! Ein Jahr hat viele Stunden, jede Stunde mehrere Minuten, wo dich dein Geluͤbd mit Nachweh gereuen koͤnnte, wenn du nicht unter die Enthaltſamen Gottes gehoͤrſt— Eine Mi⸗ nute koͤnnte dir ein Jahr ſeyn— Er, der Troſt aller Seelen, die ihn kennen, mag dich an ſich halten, und deinem Herzen Friede und Genuͤgſamkeit ſchenken!—„
Es fehlt nicht an ſolchen, die dich Naͤrrin heißen, um des Geluͤbds willen. Ich will dir das Recht nicht ſtreitig machen, wenn du es thuſt eines beſſern Theils wegen. Es muß dir ja erlaubt ſeyn, dein Leben dem Schoͤpfer und


