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die Erde.— Dein ernannter Hirt in ſeinem gothiſchen Pomp reicht dir das Blatt, und du ſchreibſt deinen Namen— Dein Hirt ſetzt dir den Kranz auf, den du heute tragen ſollſt dem Hirten der Seelen zu Ehren fuͤr alle Tage deines Lebens— Möͤg' er deinem Haupte hei⸗ lig ſeyn! auch der Hand deſſen heilig, der ihn dir aufſteckt! Kein Blaͤttchen welke daran! Er gruͤne und bluͤhe, wie dein Herz! Ein Anblick deſſelben, und die Empfindung, wem er ge⸗ widmet iſt, muͤſſe dir Genuͤgſamkeit ins Herz ſprechen, reines Juͤngferchen!—
Da haſt du geſchworen! auf immer ge⸗ ſchworen! Ich ſehe, du fuͤhlſt jetzt keine irdi⸗ ſche Regung— Sei allezeit rein in Gedanken, und heiter im Herzen!
Du trittſt vor deine Aeltern und Anver⸗ wandten und entſagſt ihnen—— Sie ſchei⸗ nen den Geiſt deſſen wenig zu fuͤhlen, welcher ſprach:„Ihr ſollt abſagen Allem— auch Vater und Mutter, um meines Namens willen“— Du muͤſſeſt nicht die kindliche Liebe verlieren; aber ihn uͤber alles lieben, auch wenn du ihm kein Geluͤbd zu bezahlen haͤtteſt——


