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du vielleicht ſelbſt ſo viele Menſchen auf ein⸗ mal ſieheſt. Nun nicht mehr!
Um dich her ſtehet ein Haufen allerlei Alters und Geſchlechts. Wie wenige denken wol mit Theilnehmung an dich? Einige lachen, andere gaffen dich ſinnlos an. Du ſiehſt dich nach keinem um; ſcheinſt aber heiter— froͤhli⸗ cher, als oft eine Braut an der Hand ihres Ver⸗ lobten. Macht es das Feierliche?— Es iſt ein feſtlicher Tag fuͤr dich— und alles Feſt⸗ liche iſt jungen Seelen ein reiner Quell un⸗ ſchuldiger Freuden, erhebender Freuden, Freu⸗ den einer beſſern Welt! Oder macht es der goͤttliche Friede? das Gefuͤhl eines heiligen Geluͤbds?
Hinter dir ſtehen ſogenannte Schoͤnen, deren buhlendes Auge in denſelben Augenblicken aus der Naͤhe und Ferne an ſich zu ziehen ſucht, was du auf ewig abſchwoͤren willſt! Frag' ſie, ob ſie mit dir tauſchen mogen! Das Auge des Himmels ſiehet auf ſie und auf dich!
Dein Geluͤbd beginnt!— Mit Demuth und jungfraͤulicher Heiterkeit trittſt du dem Altar nahe, und dein ſchoͤnes Angeſicht beruͤhrt


