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ohne ſie keine Zufriedenheit in ihm moͤglich iſt, und die auf eine reelle Weiſe nur dadurch entſteht, daß der menſchliche Geiſt ſeine ſaͤmmt⸗ lichen Umgebungen nach ſeinen eigenen Geſetzen begreift. Der Begriff aber iſt die Schranke, die der Menſch den Dingen anlegt und wo⸗ durch er ſie an ſich feſſelt. Je mehr der Menſch begreift, deſto freier iſt er, deſto rei⸗ cher entfaltet ſich ſein Leben; denn er wandelt nicht unter fremden Umgebungen umher, ſon⸗ dern uͤberall in ſeinem Eigenthum. Das freie Begreifen ſichert dem Menſchen die Selbſtſtaͤn⸗ digkeit und die Heiterkeit ſeines Lebens. Den kann nichts angreifen und uͤberwaͤltigen, der den Angriffen auszuweichen verſteht; und un⸗ getruͤbt von Mißmuth ſind die Tage deſſen, dem der Tag heller Begriffe ſein Inneres er⸗ leuchtet. Allein dieſes Licht der Begriffe will immer aufgeregt und unterhalten ſeyn durch die ihm eigenthuͤmliche Thaͤtigkeit, durch das Denken, durch das Meſſen und Beſchraͤnken der Gegenſtaͤnde um uns her. Die unaus⸗ bleibliche Folge von dieſer Beſchaͤftigung iſt die allmaͤhlige Erlernung des Bildens, als des Selene II. 12 H. 6


