Teil eines Werkes 
7. Bd. (1815)
Entstehung
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auszumeſſen; und haben wir die Richtungen und die Verhaͤltniſſe dieſer Begriffe, ſo iſt uns die Mechanik der Welt und des Lebens aufge⸗ ſchloſſen. Beide, Welt und Leben, ſind kein unregelmaͤßiges Gewebe; dem aufmerkſamen Blicke entgeht es nicht, daß alles zuſammen⸗ haͤngt oder doch zuſammenſtrebt, um eine große Einheit, ein in ſeinen Gliedern ſich fuͤhlendes und bewegendes Ganzes zu bilden. Alles greift, alles arbeitet in einander ein; und wir werden dies um ſo mehr gewahr, je mehr wir ſelbſt mit ordnender und bildender Kraft in Alles, was noch um uns her unbegriffen und unbe⸗ ſchraͤnkt iſt, wirken. Der Menſch iſt in dem Maaße Sklav, als alles um ihn her frei und unabhaͤngig von ſeinen Geſetzen iſt; er befreit ſich aber von dem Joch der Dinge, wie er ſie durch die Geſetze feines Geiſtes beſchraͤnken lernt. Was iſt alle wahre Kultur anders, als Unterwerfung der Dinge unter die Botmaͤßig⸗ keit des Geiſtes? Beſchraͤnkung iſt das Zauberwort, welches allein die Harmonie zwi⸗ ſchen der Welt und dem Menſchen hervorbrin⸗ gen kann, die dieſer unablaͤßig verlangt, weil