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ſelbſt?— erweckten Comolli's ſchlummerndes Leben. Er ſchlug ſein Auge auf: ſein erſter Blick fiel auf die weinende, vor ihm hingeſun⸗ kene Geſtalt. Ottilie! rief er mit jenem Tone, der, aus dem Herzen kommend, ſich des Her⸗ zens ſo unwiderſtehlich bemaͤchtigt, und richtete ſich empor. Ohnmaͤchtig ſah ich ihn aber wie⸗ der zuruͤckſinken. Mein Angſtgeſchrei um Huͤlfe fuͤllte das Zimmer mit Menſchen. Ich war außer mir. Entzuͤckend aber und unvergeßlich war dann der Uebergang von dieſer furchtbaren Todesahnung zur Gewißheit ſeines Lebens und ſeiner Geneſung, die mir der Arzt nach dieſern Moment der Kriſis verbuͤrgte.—
Es giebt Zeitpunkte im Leben, von denen man nicht ſprechen kann, und nicht ſprechen darf; ſie ſind zu gehaltvoll fuͤr Worte, die nur die Oberflaͤche abſpiegeln, nicht ihren Gehalt zu ergruͤnden vermoͤgen. Comolli's Wiedergene⸗ ſung iſt ein ſolcher Zeitpunkt in meinem Leben. Genußvoll war fuͤr uns noch oft die Erinnerung unſers erſten Begegnens. Comolli, damals auf einer Geſchaͤftsreiſe nach St. Petersburg begrif⸗ fen, ſah mich den Abend in dem Wirthshauſe


