Teil eines Werkes 
7. Bd. (1815)
Entstehung
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Bild ſeiner Geliebten; und meine Thraͤnen floſſen ſtaͤrker. Unwillkuͤhrlich ſtreckte ich die Hand nach dem Medaillon aus, weil ich auf der Kehrſeite ein Gemaͤlde zu finden glaubte. Statt deſſen fand ich eine Feder, deren Druck es oͤffnete. Erſchrocken uͤber das, was ich gethan, und doch voll Begierde, die Zuͤge des Weſens zu ſehn, dem Er angehoͤrte, warf ich einen furchtſamen Blick darauf: unter Glas gefaßt ſah ich eine Roſe, mit der Ueberſchrift: Der Erinnerung ewig bluͤhend! Darunter ſtand der Name meiner Vaterſtadt, ſtand Jahreszahl und Monatstag, an dem vor Jahren der unbekannte Reiſegefaͤhrte mir einſt beim Abſchied dieſe Roſe nahm. O nur, wer die Gewalt des erſten, geheimnißvollen Eindrucks empfunden und be⸗ wahrt hat, wie ich, kann es fuͤhlen, mit wel⸗ chem namenloſen Beben ich mich in dieſem Mo⸗ ment des Lautes ſeiner Stimme erinnerte, die mich, als er mir Schutz und Huͤlfe verhieß, wie das Echo einer in die Vergangenheit ver⸗ ſunknen Melodie, ergriffen hatte! Vorgefuͤhl und Gegenwart, Traum und Wahrheit alles ver⸗ einte ſich jetzt in Einer aͤbermaͤchtigen Empfin⸗