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heftigen Wundfieber phantaſierend— viel kraͤn⸗ ker, als ich ihn mir gedacht hatte: aber eben dieſe Bewußtloſigkeit feſſelte mich an ſein Lager. Lefevre konnte auch im Schmerze die Volubili⸗ taͤt einer franzoͤſiſchen Zunge nicht verleugnen; und wovon konnte er mich beſſer unterhalten, als von ſeinem Herrn? Aus dieſen ungeſchmuͤck⸗ ten Thatſachen, aus dem Prunkloſen dieſer klei⸗ nen Zuͤge ſtrahlte mir das Bild des trefflichſten, edelſten Mannes immer heller hervor; und die⸗ ſen Mann, an deſſen Schickſal ſich meine hei⸗ ligſten Empfindungen knuͤpften, ſah ich, jetzt, in der Bluͤthe ſeiner Jahre auf einer Laufbahn, welcher kein Ziel zu hoch iſt, ſterbend vor mir!— Oft ſank ich dann in einſamen Minu⸗ ten an ſeinem Lager nieder, und flehte mit Thraͤnen heißer Inbrunſt um Friſtung und Rettung dieſes reichen, ſchoͤnen Lebens.
So ſaß ich auch einſt in wehmuͤthiger Trauer einſam ihm gegenuͤber, indem er, wie im Todesſchlummer dalag; da glitt, durch eine Bewegung, die er machte, ein Medaillon her⸗ vor, das er an einer ſchwarzen Schnur am Halſe trug. Wahrſcheinlich, dachte ich, das


