nungslos toͤdtlich. Mit unausſprechlicher Angſt erwartete ich im Vorzimmer ſeinen Ausſpruch; mit Thraͤnen der Freude und des Schmerzes druͤckte ich jetzt ſeine Hand dankend und fuͤrch⸗ tend an mein Herz. Mein Betragen konnte ihn befremden; ich fuͤhlte das, und erzaͤhlte, was ich dem Oberſten zu verdanken hatte. Froh erwiderte er: Dann hoffe ich ſelbſt; er bedarf der ſorgſamſten Pflege, und da ich jetzt weiß, daß dieſe ihm hier nicht fehlen wird, ſo rechne ich deſto zuverſichtlicher auf ſeine Jugend und meine Kunſt.
Vergoͤttert von ſeinen Soldaten, geliebt und geehrt von ſeinen Officieren, erhielt Comolli auch jetzt von beiden die ruͤhrendſten Beweiſe zaͤrtlicher Theilnahme. Mein Haus wurde in den erſten Tagen nicht leer von Beſuchen, und ich mußte mich, zuruͤckgezogen in mein Zimmer, darauf beſchraͤnken, zu erfragen, wie es mit ihm ſtehe. Bald aber verließen die Truppen unſre Gegend; nur der Wundarzt und Lefevre blieben zuruͤck, und ich durfte nun dem Zuge folgen, der mich nach dem Krankenzimmer mei⸗ nes Wohlthaͤters leitete. Ich fand ihn im


