Teil eines Werkes 
7. Bd. (1815)
Entstehung
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An einem der ſchoͤnſten Mayabende ſchloß ſich mit der ſinkenden Sonne ihr Auge. Ein Engel trat mit leiſem Friedenskuſſe zu ihr und nahm ſie mit ſich von der Erde. In meinem Gar⸗ ten wurde ſie begraben, und als ich mit Ama⸗ lien an ihrem Grabe ſtand, ſielen wir einander an's Herz und fuͤhlten uns naͤher, unaufloͤsli⸗ cher, denn je mit einander verbunden; fuͤhlten, daß wir ſie, die Eine in der Andern, ſo herz⸗ lich fortliebten. Amalie drang in mich, ſie nach Luͤbeck zu begleiten: aber die ſchmerzlich⸗ fuͤße Wehmuth, das Zimmer zu bewohnen, wo die geliebte Mutter wohnte, und zu weinen, wo ſie ruhete, war mir zu viel werth. Amalie reiſete allein und ich blieb zuruͤck.

Aus der Stille dieſes Schmerzes riß mich bald neues Kriegsgetuͤmmel, von dem unſre Gegend ganz unvermuthet der Schauplatz ward. Die Franzoſen verließen Schloediſch⸗Pommern. Armfeld folgte ihnen mit ſeinem Corps. Ritt⸗ meiſter P. von Moͤrners Huſaren uͤbereilte R. und nahm die dortige Beſatzung gefangen. Ein⸗ zelne Detaſchements ſchwediſcher Huſaren und Jaͤger durchzogen das Land. Es kam zu meh⸗