Teil eines Werkes 
6. Bd. (1815)
Entstehung
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ſie einige Augenblicke unbeweglich, ungewiß, zu welchem der beiden Ungluͤcklichen zuerſt ſie ſich wenden ſolle; allein, da Joſeph ihr zu⸗ rief, und ſie ermunterte, nur Muth zu faſſen, weil er weder ein Raͤuber, noch ein Moͤrder ſei, da ſiegte ihre ſo lange von tauſend Be⸗ kuͤmmerniſſen heaͤngſtigte Liebe, und ſie flog Joſeph, trotz ſeiner Banden, weinend um den Hals. 1

Andreas fuͤhlte den Schmerz ſeiner Wun⸗ den eine Zeit lang weniger, weil ihn dies unerklaͤrliche Benehmen der, ſonſt ſo ſittſamen Schwaͤgerin, dieſe ihre Vertraulichkeit gegen einen, den er fuͤr einen Landſtreicher und Verbrecher hielt, weit heftiger ſchmerzte. Chriſtel! Schwaͤgerin! rief er ihr er⸗ ſchrocken zukomm zu mir her; hier iſt dein Platz! 1Et.

Jetzt trat denn auch das jammernde Kaͤth⸗ chen, und faſt zu gleicher Zeit ein Kommando Soldaten ein, welches den Arreſtanten in das Amt Gruͤnberg, wohin das Doͤrfchen gehoͤrte, abfuͤhren ſollte. Man kann denken, welchen Eindruck dies beides auf das arme Maͤdchen