Teil eines Werkes 
5. Bd. (1815)
Entstehung
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Laͤta Gratiana, deren Daſeyn keine Bildſaͤule verewigt! 4

Koͤnnteſt, o koͤnnteſt du nur Weisheit ein⸗ fuͤhren, du Goͤttliche, wie du Brot ſpendeſt! Mit ſtolz drohenden Worten erfleht man keine Schonung vom Sieger.Mein, ſpottet Ala⸗ rich, mein iſt die Macht, die mir Gott gab: mein iſt alſo auch das Recht! und Thoren, Thoren ſeid ihr, in mir die Hand des Him⸗ mels zu verkennen! ¹4)

und reich genug zu helfen. Man goͤnnte ſie ihr, goͤnnte ihr den kaiſerlichen Namen, wegen ihrer echten Matronentugend, die jeder verehrte. Sie opferte ihr Alles dem allgemeinen Mangel; dafuͤr ward ihr das Gluͤck, Roms dritten und letzten Sturz nicht zu erleben.

14) Mit laͤcherlichem Stolz war die um Scho⸗ nung flehende Geſandtſchaft an den Barbaren aus⸗ geſtattet, der ſich unterſtand, die Stadt der Staͤdte zu bedrohen, und der, ungeachtet des auf ihn her⸗ abgleitenden Feuers des Himmels, doch noch ſtand. Je dicker das Heu iſt, antwortete er auf ihre großſprecheriſchen Worte von Macht und Menge, je beſſer laͤßt ſichs maͤhen!

Ats ſie ſahen, daß ſie nichts weiter zur Ant⸗ wort erhielten als veraͤchtliches Lachen, und An⸗ ſpielungen auf den entnervten Zuſtand einer Stadt, welche ſchon fruͤher durch Schwelgerei zum Ver⸗