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Flehenden zu vertreten. Biſt du es, Geiſt meiner Serena? Wehſt du mit der himmli⸗ ſchen Palme Milde in das Herz des Siegers? Siehe, die Blutgefilde zerfließen vor deinem Glanz in himmliſches Licht, und——
Laͤta Annicia! Was iſt dies? Sind dies die erſten Schreckenstoͤne aus jenem Sturm? das Angeld auf die Wahrheit der Weiſſagung?
derben reif war, als ſie der Hunger ergriff, da ſtimmten ſie doch den Ton ein wenig herab, und Alarich lies ſich endlich um alles Gold und Sil⸗ ber in Roms Mauern, um alles Eigenthum, des Staats ſowol, als einzelner Buͤrger, um Loslaſ⸗ ſung aller barbariſchen Sclaven, Schonung ab⸗ kaufen.
Und was willſt du uns denn laſſen? fragte Johannes, einer der Abgeſandten.
Euer Leben! lachte der Eroberer und kehrte ihnen den Ruͤcken. Dieſe Geſandtſchaft hatte in⸗ deſſen doch die Folge, daß Alarich die Romer jetzt wieder freien Athem ſchöpfen ließ, und ſich nach Toſcana in die Winterquartiere begab, auch durch ſeine Leute die Sicherheit der Landſtraßen wieder herſtellen, und Rom Lebensmittel im Ueberfluß zufuͤhren ließ.
(Die Fortſetzung folgt.) 9 4.
Doch jetzt ſteigt ein Engel herab, die tiefer


