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Bewerbungen ſahe, verſicherte:„fuͤr einen Thron, „wie jetzt die Throne ſind, wuͤrde er die gelieb⸗ „teſte Tochter ewig zu hoch halten; die Portia „eines Paͤtus ſolle ſie werden.“
O Demetrias! rathe mir in allen Bedraͤng⸗ niſſen dieſes beunruhigten Herzens! und ihr, Tugend und Ehre, ſchuͤtzet mich ſchuͤtzet mich all ihr Gottheiten des alten Roms!
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Demetrias an Laͤta.
Jetzt nichts mehr von den kleinlichen Be⸗ draͤngniſſen eines kindiſchen Herzens! Erwache, Tochter unſers Ahnherrn! Der Schatten des großen Julius 11) Annicius ruft dich zu edlern Sorgen. Siehe, das große Ganze fordert jetzt deine Thraͤnen, fordert vielleicht Opfer: ach, fordert in dieſen Augenblicken wenigſtens rin⸗ gende, die Wolken zerreißende Gebete, nicht
I11) Der Ahnherr der Annicier. Ein hundert und ſechzig Jahr vor unſerer Zeitrechnung machte er dieſen Namen beruͤhmt; die Annianiſchen, Pe⸗
tronianiſchen und Olybriſchen Linien dieſes Hau⸗ ſes vereinigten ſich in ihm.


