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Freiheit, und das Leben der Engel, die von keiner Schuld wiſſen, weil der Himmel, der ſie umgiebt, alles zur Tugend macht.— Siehe, der heilige Schleier, den du nun bald annehmen wirſt, deckt Geheimniſſe, die eigent⸗ lich keiner jenſeit deſſelben erfaͤhrt; aber du biſt zu ungluͤcklich, dein zartes, liebes Herz iſt zu bedraͤngt, um nicht zuvor einen Schimmer unſers Gluͤcks zu verdienen. Geſtehe es nur, du wuͤrdeſt nicht in den Abgrund unſerer Ent⸗ ſagungen, unſerer Abtoͤdtungen, die die Welt ſieht, ſteigen, du wuͤrdeſt nicht dieſe ſchoͤne Welt fuͤr unſere Grabesſtille hingeben, wenn noch ein Marcus fuͤr dich lebte, oder wenn dein beſtimmter kalter, herbſtlicher Gemal ein bluͤhender Arcadius waͤre. Waͤhle getroſt, Arin⸗ thia, waͤhle unſere Kloſtermauern! die Freude, die hinter denſelben lebt, wird dir Eutropius ſchildern. Eutrop iſt mir ſehr wohl bekannt; er hat mir von den Seltenheiten Roms viele mitgebracht, die mich bei unſern heimlichen Feſten vor allen unſern Schweſtern auszeich⸗ nen ſollen. Glaube doch ja nicht, daß die Scheere, die dir deine ſchoͤnen Locken rauben


