Teil eines Werkes 
5. Bd. (1815)
Entstehung
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eilte, meinen vergeſſenen Schleier zu holen, erblickte ſie von dem allen nichts mehr. Nimm alſo noch einmal mein Wort, nimm meinen Eid, nie werde ich wieder ein fremdes Bad beſuchen. Ach nur gar zu bald moͤchte wol die Zeit der engſten Eingezogenheit fuͤr Roms keuſche Buͤrgerinnen erſcheinen! Ruͤckt nicht jener Unbeſiegte, jener Alarich, immer naͤher? und Roms Herrſcher ſchlaͤft? In ſeinen, in Honorius Armen wollen ſie mich 4 ſichern? Neben ſo einem Kaiſer kann keine Kaiſerin ſicher ſchlummern! Schuͤtzen ihn die Goͤtter, ſo iſts wegen ſeiner ganz wehrloſen Kindereinfalt, ſo iſts aus Erbarmen, weil lau⸗

ter Verraͤther ſeinen Thron umringen; aber iſt Ravenna ſicher, wehe, wehe dann Rom!

Theodora an Arinthia.

Sei willkommen, du dreimal Liebe, in den heiligen Mauern, die du waͤhlteſt! Du hat⸗ teſt Recht, ſie dem Leben in den Wogen der Welt vorzuziehen! Siehe, hier allein athmet