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ken unter einem Baume liegen. Baal dich⸗ tet; wir wollen ihn nicht ſtoͤren! ſagte ſie, und fuhr voruͤber. Als ſie des Abends zuruͤckfuhr, ſahe ſie ihn, ohngeachtet es geregnet hatte und ziemlich kalt worden war, noch unter demſel⸗ ben Baume, und in derfelben Stellung„ und wahrſcheinlich waͤr' er die Nacht dort liegen geblieben, wenn ſie ihn nicht aufgepackt und mit ſich genommen haͤtte, wo er ſich dann uͤber nichts wunderte, als daß— ſeine Schreibta⸗ fel leer fey. Er hatte naͤmlich viel gedacht, viel im Kopfe ausgebildet, viel ſchreiben wol⸗ len, aber nur in der Einbildung wieen ge⸗ fchrieben.—
In einer gemifhten Geſellſchaft warf ein junger Mann einen feinen Gedanken hin, der Lafontainen angenehm aufſiel, und nun in der Stille weiter von ihm ausgebildet wurde. Nachdem das Geſpruͤch ſchon wieder auf hun⸗ dert andere Dinge ſich gewendet hatte; fing er ploͤtzlich von neuem an: Wie ſchoͤn bemerk⸗ ten ſo eben der junge Herr, daß ꝛe. So eben? fiel man ihm lachend ein. Der junge Herr? Der junge Herr iſt ja Ihr Sohn!


