Teil eines Werkes 
3. Bd. (1815)
Entstehung
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reden. Sie betete dich fuͤr die Rettung ihres Vaters an, wie einen Engel; ſie ſah meinen Schmerz, und ein Schwur band ihre Zunge. Stundenlang ſaß ſie neben mir, und vermiſchte ihre Thraͤnen mit den meinigen, und dein Name kam nicht uͤber ihre Lippen. Ich glaubte nicht, daß ich die Qual dieſes Schweigens wuͤrde ertragen koͤnnen, aber ſpaͤter fuͤhlte ich, daß es wohlthaͤtig fuͤr mich war. Ihre Worte wuͤrden in jedem Augenblicke meinen Schmerz erneuert haben, und nur ihr Schweigen konnte mir allmaͤhlig die Ruhe geben, die du von mir verlangt hatteſt. Nur durch ihren Vater er⸗ hielt ich von Zeit zu Zeit irgend eine Nach⸗ richt von dir, und das beruhigte mich. Jeder Fruͤhling, der mich nach** brachte, war mir ein ſtiller Bote der Freude, und meine Wuͤn⸗ ſche befluͤgelten die Wellen, die mich an das geliebte Ufer fuͤhrten, das ſo lange ein ſchoͤner Zeuge meines Gluͤcks geweſen war. Es klopft; ach ungern unterbrech' ich mich. Minna war es. Eine wehmuͤthige Freude lag auf ihrem Geſicht. Schweigend