Teil eines Werkes 
3. Bd. (1815)
Entstehung
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innerſtes Gefuͤhl nur zu klar. Und doch darf ich nicht laͤnger zoͤgern; jeder voruͤberfliehende Augenblick fuͤhrt mich dem entſcheidenden naͤ⸗ her, der mich unwiderſtehlich von dir reißt, und dieſer letzte, der noch mein iſt, ſei dir geweiht, ganz dir, und dem Schmerze der Trennung von dir.

Ich bin Braut und morgen das Eigenthum eines Mannes, an den mich Ver⸗ haͤltniſſe und Nothwendigkeit knuͤpfen. Graf S. iſt ein ſchaͤtzenswerther Mann, ein Mann, dem du ſchon einſt deine Achtung zollteſt, und den ich ſtets wie einen Vater geliebt habe. Schon vor zehn Jahren, wie du ihn in un⸗ ſerm Hauſe kennen lernteſt, ſtand er nicht mehr in der erſten Bluͤthe der Jugend, und, dir darf ich jetzt noch dies Geſtaͤndniß thun, nur ſein reiferes Alter macht mir die Ver⸗ bindung mit ihm moͤglich. Er fordert keine Liebe von mir, er ſcheint es zu ahnen, daß eine tiefere Leidenſchaft mein Herz erfuͤllt, und die achtende Schonung, die er ihr erwies, ge⸗ wann ihm mein ganzes Vertrauen. Haͤtte ein juͤngerer Mann mein Herz mit meiner