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den Medaillon, noch der Wittwer den Ring zu tragen. Es mußte etwas vorhergehen und der Wittwer wußte auch was.
„Beſte!“ ſagte er zu ihren Fuͤßen, und hielt ihre Hand an ſein klopfendes Herz.
„Aber!“ ſprach ſie ſeufzend.
„Meine Retterin!“ rief er.„Ich waͤre dem Gram untergelegen, wenn Du nicht getroͤ⸗ ſtet haͤtteſt! 4
„Aber,“ ſprach ſie,„erinnern Sie ſich noche wie ſtrafbar wir jede zweite Verheirathung fan⸗ den?“
„Ein voreiliges Urtheil waͤre doch wol mit einem ganzen, ungluͤcklichen Leben allzuhart ge⸗ buͤßt!*
Die Wittwe fand das einleuchtend, und bald darauf lag ihr Geſicht mit Bewußtſeyn ſo an dem ſeinigen, wie es bei dem erſten Zuſammentreffen auf dem Kirchhofe bewußtlos gelegen hatte.
Die Sympathie.
Wenig Monate nachher ſagten die Zeitun⸗ gen, daß der Steuerrath die Hochzeit mit der verwittweten Kranz vollzogen habe.


