Teil eines Werkes 
3. Bd. (1815)
Entstehung
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Der Wittwer erbot ſich, ihr den alten Ring gegen den neuen zu uͤberlaſſen, wenn ſie anders den alten recht gewiſſenhaft aufheben wollte.

Nun gar noch Bedingungen! ſagte die Wittwe ſcherzend. Indeß ſie ließ ſich's gefal⸗ len, auch ließ ſie ſich gefallen, daß der Steuer⸗ rath, damit er gewiß waͤre, daß das Bild ſei⸗ ner Verſtorbenen recht gut bei ihr aufgehoben wuͤrde, ein Miniaturgemaͤlde des ſeligen Juſtiz⸗ direktors, das ſie ſonſt immer am Buſen getra⸗ gen hatte, als Geiſel mit ſich nach Hauſe nahm.

Das Arrangement.

Die Wittwe verlangte waͤhrend der naͤchſten acht Tage das Bild ihres verſtorbenen Gatten einigemal zuruͤck, und der Steuerrath brachte ihr endlich ſein eignes.

Was aber damit anfangen? Beide Por⸗ traͤts, das im Ringe und das jetzige, beide wa⸗ ren ſchoͤn gerathen! Es waͤre eine Verraͤtherei an der Kunſt geweſen, ſie der Menſchen Au⸗ gen entziehen zu wollen. Gleichwol wagte un⸗ ter den jetzigen Verhaͤltniſſen weder die Wittwe