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Der Myrtenkranz erfuhr beſonders herbe An⸗ merkungen. Das Unbegreiflichſte bei der Sache war, daß man den unſchuldigen Stoff zu dieſen ſkandaloͤſen Erzaͤhlungen erfahren hatte, da es doch damals auf dem Kirchhofe keine Zeugen gab, außer dem treuen Stubenmaͤdchen der Wittwe. Man hat mich freilich verſichern wol⸗ len, daß der Kammer⸗ und Stubenmaͤdchen Au⸗ gen und Ohren einen unſichtbaren Zuſammen⸗ hang mit dem Munde haͤtten, durch den alles Geſehene und Gehoͤrte mit Gewalt wieder her⸗ aus zu dringen pflege. Allein wie mancher weib⸗ liche Ruf ergiebt ſich den Augen und Ohren die⸗ ſer Maͤdchen auf Diskretion, und wuͤrde er das wol, wenn dies der Fall waͤre?
Durch wen aber auch die Kirchhofsanekdote bekannt worden war, ſie verbreitete ſich auf die giftigſte Weiſe, und es hieß bald, daß nach dem Vorgefallenen eine Heirath zwiſchen der Wittwe und dem Wittwer zu Stande kommen muͤſſe.
Es liefen auch ſogar ſchon Gratulationen bei ihnen ein, die aber ſehr uͤbel aufgenommen wurden. 1


