Teil eines Werkes 
2. Bd. (1815)
Entstehung
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keit ausgeſöhnt. Was mich mit Grund in der Wirklichkeit aͤngſtiget, iſt dieſes, daß es Wahn iſt, wie der Dichter ſpricht, zu glauben:an die goldene Zeit, wo das Rechte, das Gute wird ſiegen, zu glauben:daß das buhlende Gluͤck ſich dem Guten vereinigen werde. Daß das Rechte, das Gute ewig Streit fuͤhrt, daß ihm nie der Feind erliegt, daß das Gluͤck dem Schlechten mit Liebesblick folgt und dem Guten nicht die Erde gehoͤrt das ſind die Schreckniſſe der Wirklichkeit, die nie verſtum⸗ menden Klagen, des, nach dem Beſſern aufblik⸗ kenden, Menſchen; denn gegen dieſe Feinde kennt unſre Welt keinen Schutz, es iſt Wahn, in ihr ihn zu erwarten. Allein eben dieſe Schreckniſſe ſind es ja, welche das Traumbild meines Lebens ausmachen, ſie ſind das Ver⸗ gaͤngliche, das Phantom, das Schattenbild, welches mir gewiß nicht in jene Welt nachfolgt, welches bei dem Erwachen verſchwindet, weil es einzig und allein dem Traum angehoͤrte. Moͤge daher mein beſter Wille nie in dieſer Welt ſeine Erfuͤllung finden, moͤge das Gute, wel⸗ ches ich ſchon um mich emporkeimen ſah, von