Teil eines Werkes 
2. Bd. (1815)
Entstehung
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lich, daß ein ſolcher Gott ſchauen, und in ſein Reich eingehen koͤnnte? Denn das Reich der Ideen iſt das Reich Gottes und ſie ſind die ſeligen Geiſter, die, als ſeine erſte, reinſte Schoͤpfung ewig um ſeinen heiligen Thron ſtehen. Der Irdiſchgeſinnnte verbannt ſich ſelbſt dar⸗ aus, er hat ſich geblendet fuͤr das Licht des Himmels, denn in dieſen heiligen Regionen, aus welchen Zufall und Willkuͤhr, welche im Traum und im Leben herrſchen, verbannt ſind, kann er nicht einmal, indem er Gluͤck ſucht, die Seligkeit finden, wie das Thier, Nahrung ſuchend, die Bluͤthe antrifft.

Ueber die Bedeutung meines Lebens, als eines Traumes, waͤre ich denn durch dieſe An⸗ ſicht der verſchiedenen Welten vollkommen be⸗ ruhigt, denn ſein Zuſammenhang mit dem ewi⸗ gen Leben zeigt ſich mir als der innigſte und feſteſte, die Seligkeit erſcheint mir als Beloh⸗ nung meines Strebens darnach und der Olymp wird der Preis fuͤr den muthvollen Kampf des Heroen. Aber, indem ich mich uͤber meine Anſicht des Lebens beruhigt fuͤhle, werde ich auch dadurch vollkommen mit meiner Wirklich⸗

Selene IV. Heft. 5