59
wirklichen Welt; in ihr finden ſich die, fuͤr jene Traumwelt verlorenen,(d. h. in ihrer Bildung aufgeloͤßten) urſpruͤnglichen Begriffe als reell und, um das obige Bild zu wiederholen, als weltregierende und erhaltende Goͤtter, durch welche die Welt zu einer Natur wird. Wenn auch der Menſch dieſe Naturordnung in ihrem ganzen Umfange noch nicht erfahrungsmaͤßig kennt, ſo weiß er doch mit Gewißheit, daß ſeine Welt auf ſolchen Geſetzen beruht, und daß diefe Geſetze wirklich fuͤr dieſe Welt gelten. Auf glei⸗ che Weiſe ſieht er ſich und die Welt in einer Ge⸗ ſchichte enthalten, deren Vergangenheit beſtimmt und ſicher in der Erinnerung ruht, deren Gegen⸗ wart er ſieht, und deren Zukunft, ſo fern ſie mit Nothwendigkeit erfolgt, ſich durch die Begriffs⸗ verhaͤltniſſe von Urſache und Wirkung vorherbe⸗ ſtimmen laͤßt. Ein ganz andres Leben iſt alſo das wirkliche, als das Leben des Traums. Der Mangel einer Natur im Traum, und die Ent⸗ bloͤßung von Begriffen entzieht jener Welt alle Dauer, alle Selbſtſtaͤndigkeit, alle Bedeutſam⸗ keit; was koͤnnte mich denn aus der Welt des Traumes in die wirkliche begleiten, da mein Ich


