Teil eines Werkes 
2. Bd. (1815)
Entstehung
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tiſch, ohne den Zuſatz von etwas Angenehmen, ſollte es auch nur eine Anforderung an die Phantaſie ſeyn, etwas dergleichen hinzuzubilden.

Die Gartenkunſt bildet vorzuͤglich das Ro⸗ mantiſche, die Plaſtik hingegen das Schoͤne, doch iſt ihr das Romantiſche nicht ganz fremd, ſo wenig als dem vorzugsweis klaſſiſch genann⸗ ten Alterthum. Faſt alle chriſtlich⸗ religioͤſen Gemaͤlde ſind romantiſch, ſchon der Natur die⸗ ſer Religion ſelbſt nach. Die ſchoͤne Madonna mit dem goͤttlichen Kinde, die Auferſtehung und die Auffahrt des ſiegenden Erloͤſers in die engel⸗ erfuͤlte Wohnung voll goͤttlicher Glorie zeigen insgeſammt den angegebnen Charakter des Ro⸗ mantiſchen.

Mozarts Opern haben faſt insgeſammt ro⸗ mantiſche Natur; ſeine Sinfonien gehoͤren mehr in das Gebiet des eigentlich Schoͤnen; dagegen Haydns Inſtrumentalmuſik mehr romantiſch iſt. Die vorzuͤglichſten Kirchenkompoſitionen beider Meiſter haben mit Recht romantiſchen Charak⸗ ter. Bei vielen der neuern Komponiſten ſcheint aus dem Romantiſchen, Schwulſt und Bombaſt zu werden.