Teil eines Werkes 
2. Bd. (1815)
Entstehung
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des Todes mit froͤhlichem Herzen beſiegen, und die Treue dem Geliebten ſterbend bewahren. Ueberall iſt aber hier die erhabene Kraft des Willens neben dem Genuß der ideellen oder reellen Freuden der Liebe das Angenehme bei dem Erhabenen.

Nicht aber blos den Charakter der Zeit, auch einzelne Gegenſtaͤnde der Natur und Kunſt nen⸗ nen wir romantiſch, wenn jene Verbindung des Angenehmen und Erhabenen in ihnen bemerk⸗ bar wird. Ein Fruͤhlingstag kann ſchoͤn ſeyn, eine Fruͤhlingsnacht iſt romantiſch; ſchon der abendliche Duft der Blumen iſt romantiſcher, als derſelbe am Tage, denn indem ſeine Urſache ſich verbirgt, entſteht ein Schein des Myſterioͤ⸗ ſen, welcher neben dem Angenehmen das feier⸗ lich Erhabene hervorruft; der Mond hinter Gewitterwolken iſt romantiſcher, als der, an leicht bewoͤlltem Himmel; ein bluͤhender Garten am Meerſtrand iſt romantiſcher, als an einem kleinen Fluß: hingegen ein umbluͤhter Bach in einem Felſenthale iſt wieder romantiſcher, als das Felſengeklipp am Meere, welches wild, grauſend, erhaben ſeyn kann, aber nicht roman⸗