Teil eines Werkes 
2. Bd. (1815)
Entstehung
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betrachten und bewachen zum Lohn fuͤr den Wuͤrdigen. So erzeugte ſich die hohe Achtung gegen das Geſchlecht der Frauen, die Chevalerie der Maͤnner von ganz andrer Art, als der Heroismus der Halbgoͤtter und die Galanterie der Ritterzeit. Das Erhabene der Pflicht, der Ehre, der Tapferkeit, gattete ſich mit der Aus⸗ ſicht auf Liebe, welche jede That des Ritters begleitete, und der liebenden Jungfrau erſchien der Geliebte nicht blos als liebender Mann, (wie Paris ſeiner Helena, als er vor Menelaus geflohen war,) ſondern als ſieggekroͤnter, be⸗ wunderter Held.

Und die Religion Iſt nicht die Grund⸗ feſte alles Chriſtenthums, Entſuͤndigung und Verſoͤhnung durch den Tod des Goͤttlichen, die hoͤchſte aller romantiſchen Ideen? Wenn der klaſſiſche Geiſt auch ſelbſt im kindlichen Sinn den Vater der Goͤtter auch Vater der Menſchen nennen konnte: nur der romantiſche Sinn konnte die Geſammtheit der Kirche als eine ideale Perſon, erroͤthend in Liebe, gleich einer Braut, dem goͤttlichen Braͤutigam entge⸗ genfuͤhren; nur dieſer Sinn konnte die Qualen