Teil eines Werkes 
2. Bd. (1815)
Entstehung
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Sinn erfuͤllt, vergißt den Gedanken an ſeine eigne Endlichkeit; er fuͤhlt ſich in ſeiner ganzen Natur dem Ewigen nah, und, wie zuruͤckge⸗ treten in die unbefleckte Kindheit, ſieht er in ſeinem Gott nicht den majeſtaͤtiſchen Koͤnig und Richter, ſondern einzig den ewigen Vater.

Doch wir leben in der Welt des Endlichen. Niemand ſtoͤre daher den Kuͤnſtler, der, nicht fuͤr Goͤtter, ſondern fuͤr Menſchen bildend, ſich das Erhabene zum Ziel waͤhlt. Sein Werk wird beſtehen ſo lange die Endlichkeit ſelbſt be⸗ ſteht, und die Welt des Schoͤnen wuͤrde auf der Erde nicht Raum finden, profezeihten nicht ehrwuͤrdige Formen des Erhabenen von der zu⸗ kuͤnftigen Theofanie. Und warten nicht auf uns alle die feierlich erhabenen Pforten, welche die ewige Weit des Schoͤnen, wie ein verborg⸗ nes Allerheiligſtes, geheimnißvoll verſchließen? Wohl dann dem Auge, das, gewohnt Erhabe⸗ nes zu ſchauen, in den furchtbar ernſten Bildern, theure Bekannte aus der ewigen Welt begruͤßen kann!

Eben ſo wenig verſchmaͤhe jemand die rei⸗ zenden Gebilde des angenehmen Kuͤnſtlers! Sie