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iſt daher, ſo hoch es auch den Menſchen hebe, doch ſelbſt nicht von goͤttlicher, ſondern von end⸗ licher Natur: denn es ſetzt ſelbſt die Endlichkeit und Beſchraͤnktheit der Natur als Bedingung ſeines Erſcheinens voraus, und wuͤrde mit dem Endlichen verſchwinden, dahingegen das reine Idealſchoͤne unter Goͤttern lebt, in deren ewi⸗ gem Wohnſitz das an die Endlichkeit gefeſſelte Erhabene keinen Raum findet.
„Aber iſt die Idee der Gottheit nicht ſelbſt das Erhabenſte, und folglich hoͤher, als die Idee der Schoͤnheit?“ Erhaben iſt ſelbſt die Idee der Gottheit blos fuͤr die endliche Natur, welche ſich ihrer Endlichkeit d. h. ihrer Beſchraͤnktheit, an ihr bewußt wird. Erhabenheit waͤre alſo keine ſelbſtſtaͤndige, ſondern eine abhaͤngige Eigenſchaft der Gottheit. Tilge die endliche Natur, ſo tilgteſt du eine Eigenſchaft der Gott⸗ heit, welches ihrer ewigen Idee widerſpraͤche. Und verſchwindet nicht vor des Menſchen hei⸗ ligem Willen ſelbſt die ernſte Majeſtaͤt der Gott⸗ heit?„Nehmt die Gottheit auf in euren Wil⸗ len, ſagt der Dichter, und ſie ſteigt von ihrem Weltenthron.“ Der Menſch, den dieſer heilige


