Teil eines Werkes 
2. Bd. (1815)
Entstehung
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erheitern das Leben, ohne die Goͤtter wegen klei⸗ ner Beſchwerden vom Olymp zu rufen. Dem heitern Sinn nur erſcheint das Schoͤne in ſei⸗ ner reinen, goͤttlichen Geſtalt. Der truͤbe Sinn empfaͤngt ein truͤbes Bild, und wie der Kranke oft ſich abwendet von dem, was er in den Tagen der Geſundheit mit Sehnſucht begehrte, ſo verſchließt ſich der Mißmuth der ſtillen Ge⸗ walt des Schoͤnen. Und iſt das Angenehme weniger in dem Schoͤnen ſelbſt begriffen, als das Erhabene? Wenn dieſes, als der Geiſt, in ihm ſein ewiges Leben nach abgeworfner Endlichkeit erreicht, ſo findet jenes, als Leib, in ihm ſeine verklaͤrte Auferſtehung.

Wir verglichen die Durchdringung des An⸗ genehmen und Erhabenen im Schoͤnen mit der Vereinigung der Farbenſtralen zum reinen Licht. Allein außer dieſer voͤlligen, innigen(dynami⸗ ſchen) Durchdringung, in welcher die Elemente ſich verlieren,(neutraliſiren, ſagt der Phyſiker und nennt deßwegen eine ſolche Durchdringung Neutraliſation,) giebt es noch