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heit, welche ſich in zahlloſen Nuͤancen endlich in das Erhabene verliert; auf der andern Seite, die reizende Schoͤnheit, welche ſich zuletzt im Angenehmen aufloͤſet. Dieſe, doch ſehr entfernt vom Extrem, zeigt z. B. die Bildſaͤule des Meleager, oder des ſogenannten Antinous; jene, dem Extrem des Erhabenen etwas naͤher, die Pallas der Dresdner Antikenſammlung. Unter muſikaliſchen Werken giebt Mozarts Sin⸗ fonie in C dur(mit dem fugirten Schlußſatz) ein Beiſpiel fuͤr das hohe, deſſelben Sinfonie in D dur(ohne Mennuett) ein Beiſpiel fuͤr das reizend Schoͤne, und beide ſtehn nicht weit vom Ideal entfernt. Unter den Werken der Dicht⸗ kunſt gehoͤrt Sofokles erſter und zweiter Oedipus der hohen, ſeine Antigone der reizenden Schoͤn⸗ heit an, beide ebenfalls dem Idealſchoͤnen ſehr nahe. Mehr nach dem Extrem des Erhabenen wendet ſich Aeſchylos; fuͤr die zweite, entgegen⸗ geſetzte Seite giebt jedoch Euripides kein in glei⸗ chem Grade paſſendes Beiſpiel, weil er mehr aus dem geſchloſſenen Kreiſe des Schönen her⸗ auszutreten und ſich dem Romantiſchen 5 naͤ⸗
hern ſcheint.
Selene I. Heft.
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