naͤmlich auf der Einen Seite die hohe Schoͤn⸗
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Weſen ſich ganz verliert— Wir wollen hier nicht unterſuchen, ob nicht die Natur in gluͤck⸗ lichen Bildungen zuweilen reine Ideale hervor⸗ gebracht habe, oder ob es dem Sehergeiſte ent⸗ zuͤckter Kuͤnſtler gelungen ſei, der Natur die Form vorzubilden, nach welcher ſinnend, ſie ihre ſchaffenden Kraͤfte bewegt— ob der Apoll und die Venus von Belvedere(die Himmliſchen lieben ihren alten, gefeierten Namen 1) das reine Ideal darſtellen oder ob jener dem Erhabenen
ſeine Wuͤrde, dieſe dem Angenehmen ihre An⸗
muth danke; was hiervon auch das Wahre ſei: ſolche Erſcheinungen bleiben eine unerwartete Gunſt des Himmels, dem wahren Kuͤnſtler zum Zeichen gegeben, daß die Goͤtter ſeinen Eifer belohnen, wenn er ernſtlich iſt, und unverlockt vom Irdiſchen feſt auf das Ewige hinblickt. Gelingt es aber auch dem Kuͤnſtler in der Beſchraͤnktheit alles menſchlichen Wirkens nicht, das reine, goͤttliche Ideal darzuſtellen: ſo bleibt ihm doch der ehrenwerthe Ruhm, auf einer der beiden Seiten, dem Ideal nahe, ſeine Kunſt⸗ werke bilden zu kͤnnen. Neben dem Ideal ſteht


