Teil eines Werkes 
2. Bd. (1815)
Entstehung
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deutung der Worte jene Ungewißheit und Ver⸗ wirrung.

Der erſte, der einen Gegenſtand ſchoͤn nannte, wußte ohne Zweifel, was er mit dieſer Benennung ſagen wollte; nicht ſo alle, die im Gebrauch dieſes Worts ihm folgten. Der eine hatte bemerkt, daß das Schoͤne ihm gefalle: er hielt ſich an dieſes Merkmal, und ſo ver⸗ wechſelte er es mit dem Angenehmen; ein andrer fuͤhlte ſeine Gemuͤthskraft nach dem Anblick eines ſchoͤnen Gegenſtandes erhoͤht und belebt: ſo vermiſchte er es mit dem Erhabenen. Ein dritter bemerkte den Irrthum und fing an zu unterſuchen. So ward das Schoͤne, wenigſtens ſeinem Begriff nach, ein Raub der Schulen und ein Gegenſtand ihres Zwiſtes.

Zu was aber eine Unterſuchung? Iſt es nicht hinlaͤnglich, wenn jedes nur weiß, oder dunkel fuͤhlt, was ſchoͤn iſt? Der Genuß am Schoͤnen gilt mehr, als die ſubtilſte Beſtim⸗ mung ſeines Begriffs!

Der Einwurf ſchließt mit einer Wahrheit, aber es iſt dem Gegner ſelbſt kein Ernſt damit. Denn indem er den Gegenſtand, der ihm als