Teil eines Werkes 
2. Bd. (1815)
Entstehung
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Ein Wort, welches Gefuͤhl und Empfindung bezeichnet, iſt nicht leicht einer Misdeutung un⸗ terworfen. Erſt wenn der Verſtand anfaͤngt den Begriff, welcher ihm beiwohnt, vom Ge⸗ fuͤhl zu ſondern, entſteht Ungewißheit, Irrthum und Verwirrung. Die Empfindung z. B., welche man mit dem Wort ſalzig bezeichnet, kennt jeder: allein die Salze des Chemikers wird das gemeine Gefuͤhl nicht immer anerken⸗ nen, denn den Chemiker leitet bei ſeiner Benen⸗ nung der Begriff, welchen er von der Ge⸗ ſchmacksempfindung zu ſondern gewohnt iſt. Volle Bekanntſchaft mit dem Begriff des Worts ſtellt die Vereinigung deſſelben mit dem Gefuͤhl vollkommen her; geht aber eine unvollkommne Kenntniß des Begriffs in die Vorſtellungen des gewoͤhnlichen Lebens uͤber: ſo ſtoͤrt ſie gewoͤhn⸗ lich den Sprachgebrauch und bringt in die Be⸗