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überreichte ihm eine Bittſchrift mit den einfachen Worten, die hörbar aus ſchwergepreßter Bruſt kamen:
„Majeſtät, ich flehe noch einmal Ihre Gnade für meinen unglücklichen Bruder, den Grafen Victor Hor⸗ neck, an!“
„Ihr Name?“ fragte der hohe Herr, der von der ganzen Erſcheinung dieſer Frau eigenthümlich bewegt zu werden ſchien.
„Julie Fröhlich, verwittwete Doktor Fröhlich, ge⸗ borene Gräfin Horneck.“
Seine Stirn runzelte ſich leicht; er mußte ſchon wiſſen, um was es ſich handelte und wen er vor ſich hatte.
„Sie nannten ſich einſt Gräfin Bielinska?“ bemerkte er in beinahe vorwurfsvollem Tone.
„Zu meinem Unglücke, Majeſtät!“ erwiderte ſie;— „dieſe Schrift hat nicht den Zweck, mich zu rechtfertigen, ſondern meinen Bruder zu entſchuldigen, aber ſie mußte nothwendigerweiſe auch auf meine früheren Verhältniſſe Bezug nehmen.“
„Ihr Bruder hat ſich ſchwer vergangen.“
„Einmal im Leben, Majeſtat, in der Unbedachtſamkeit,


