Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
Entstehung
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durch ſchändlichen Verrath und Intriguen dazu getrieben; er dürfte ſeine Fehler bereits ſchwer genug gebüßt haben. Die über ihn verhängte gerichtliche Strafe iſt nicht zu hart.

Aber ſie wird ihm den Tod geben und vielleicht mir auch; ich werde Gott um dieſe Gnade anflehen, wenn uns die der Menſchen verläßt.

Julie ſprach aus innerſter Ueberzeugung, und der Kaiſer ſtutzte über ihren Ton.

Sagen Sie mir ſchnell und kurz, was noch zur Er⸗ läuterung Ihres Geſuches dienen könnte, meinte er nach einer kleinen Pauſe;dieſer Fall hat großes Be⸗ dauern in mir erweckt.

Die Audienz Juliens dauerte beinahe eine halbe Stunde; ſie mußte wohl die wahre Beredtſamkeit des Herzens entfaltet haben, denn der Kaiſer behielt das Ge⸗ ſuch zu ſeiner eigenen Beurtheilung zurück und entließ ſie mit gütigen, tröſtenden Worten.

Schon am nächſten Tage erfolgte an das Gericht der allerhöchſte Beſcheid, die kaiſerliche Gnade habe die gegen den Grafen Horneck ausgeſprochene Strafe auf dreimonat⸗

liche Feſtungshaft gemildert und der Graf ſei der dortigen

Militärbehörde zu übergeben. K

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