Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
Entstehung
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aus den ihrigen ſtürzten unaufhaltſam die Thränen. Es war Alles dahin Victors Ehre für immer vernichtet! Sie hörten kaum, wie der Präſident, ſichtlich tief ge⸗ rührt, hinzuſetzte, der Gerichtshof werde ſelbſt dringend an die Gnade des Kaiſers appelliren und übrigens ſtehe dem Verurtheilten noch eine Berufung auf die zweite In⸗ ſtanz zu.

Es wurde Victor und Julien nun geſtattet, in einem Nebenzimmer ſich eine gewiſſe Zeit lang zu ſprechen, dies auch für die Gattin Graf Hornecks in weitere Ausſicht geſtellt. Sie erhoben ſich Beide und gingen, er natürlich begleitet von einem Beamten; tief erregt grüßte er die Richter und Geſchworenen und verließ feſten Schrittes den Saal.*

Es wurde eine ſchmerzliche Scene, die ſich nun zwiſchen den Geſchwiſtern entwickelte. Der Beamte trat rückſichts⸗ voll an ein Fenſter und blickte hinaus, aber er wiſchte ſich doch heimlich eine Thräne aus dem Auge.

Julie bot Alles auf, ihren Bruder zu beruhigen, der in ſtummer Verzweiflung verharrte; er ſagte nur einmal: Ich ertrage eine ſchmähliche Strafe nicht hätten ſie mich lieber lebenslang auf die Feſtung geſchickt!