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geben in ſein Schickſal; ſeitdem ihm bekannt geworden, daß er vor das Gericht treten ſolle, erſchien er überhaupt viel gefaßter und ruhiger, ſogar der Abglanz des früheren berechtigten männlichen Stolzes, der aber weit entfernt von Anmaßung und Frivolität blieb, lag wieder auf ſeinem Geſichte;— mochte er vielleicht dennoch an ſeine Frei⸗ ſprechung glauben oder war die Reſignation über ihn ge⸗ kommen, die unter Umſtänden das Bewußtſein verleiht, daß man mehr leiden muß, als man verdient hat?—
Als er ſeine Schweſter erblichte, die in Trauerkleidung auf der Zeugenbank ſaß und ſich ebenſo ernſt und gefaßt wie er zeigte, zog der Ausdruck wehmüthiger Freude über ſein Geſicht und Beide grüßten ſich kurz mit der Hand. Julie brach unmittelbar darauf in Thränen aus, erholte ſich aber ſchnell wieder oder bot wenigſtens alle Kraft auf, ſo zu erſcheinen.
Wir wollen die allgemein bekannten Gerichtsverhand⸗ lungen, die ſich im Ganzen doch immer in ähnlicher Form entwickeln, nicht in ihren Einzelnheiten ſchildern. Die Geſchwiſter blieben während derſelben in ihrer Haltung, die etwas Würdevolles beſaß und aller Anweſenden In⸗ tereſſe feſſeln mußte; nur als der Gegenadvokat die ſchmäh⸗ lichſten Beſchuldigungen auf Graf Horneck häufte, blitzte


