Teil eines Werkes 
3. Bd. (1874)
Entstehung
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gereiſt und ſein zeitiger Aufenthalt nicht zu ermitteln. Die Verhandlungen des Prozeſſes wurden indeſſen nicht auf⸗ geſchoben, denn man ſah wohl ein, daß man dieſe Zeugen nimmermehr würde zur Stelle bringen können.

Obgleich für dieſe Gerichtsſitzung die Oeffentlichkeit ausgeſchloſſen worden, worüber die Kaiſerſtädtler vielfach murrten, kannte man doch allgemein mehr oder weniger genau den Fall und war äußerſt geſpannt auf das Urtheil, wie ſich aus der hohen Lebensſtellung, welche der An⸗ geklagte einnahm, und den perſönlichen Bekanntſchaften mit ihm leicht erklären läßt; es gab zwar Viele, die ein ſehr ſtrenges Urtheil wünſchten und erwarteten, aber viel⸗ leicht noch Mehrere, die für den jungen Mann Mitleid fühlten; ſein Sturz von der Höhe des Lebens in die Tiefe erſchien doch gar zu tragiſch und, bei den Gerüchten, die ſich über die wahren Verhältniſſe verbreitet hatten, grauſam.

Als nach einer vorausgegangenen öffentlichen Ver⸗ handlung der Sitzungsſaal vom Publikum geräumt worden und nur noch wenig Bevorzugte als Zuſchauer geblieben waren, wurden die Zeugen und der Angeklagte eingelaſſen.

Graf Horneck hatte ſich ſehr einfach in Schwarz ge⸗ kleidet und ſah ungemein blaß aus, dabei aber ſtill er⸗