214
ſonen, die Fürſtin, Graf Bielinski, Director Croup, Ba⸗ ron von Sterner und deſſen Advokat als Zeugen geladen worden; es konnte für ihre Sache keinen günſtigen Ein⸗ druck machen, daß nur der Letztgenannte ſich perſönlich einfand, während die Uebrigen ihre Ausſagen ſchriftlich einreichten.
Daß Graf Bielinski in ſeinem leidenden Zuſtande— von dem Duelle war auch jetzt noch nicht die Rede— nicht eine weitere Reiſe unternehmen und ſich einer auf⸗ regenden Gerichtsverhandlung ausſetzen konnte, war ganz erklärlich; aber auch Fürſtin Mathilde wollte erkrankt ſein und wußte genügende Atteſte dafür beizubringen. Director Croup hatte, ſobald er die gerichtliche Vorladung erhalten, ſeinen längſt vorbereiteten Plan ausgeführt und war plötz⸗ lich von den fürſtlichen Gütern verſchwunden,— Niemand wußte, wohin, aber der Grund ſtellte ſich nur zu deutlich heraus, als man ſeine lüderlich geführten Bücher und Rechnungen in näheren Augenſchein nahm; jedenfalls fürchtete er, bei den gerichtlichen Verhandlungen möchten Dinge herauskommen, die ihm an den Hals gehen könnten, und zog es vor, ſich mit ſeiner reichlichen Beute in Sicher⸗ heit zu bringen. Baron von Sterner war, nachdem er ſein Geld empfangen hatte, ſchleunigſt in das Ausland


