ein Leben in Saus und Braus ihr Gewiſſen zu über⸗
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Daß der ehemalige Abenteurer nie ein anderes Ziel wie dieſe Erbſchaft, die Befriedigung ſeines Eigennutzes
überhaupt vor Augen gehabt, ſowohl bei ſeiner Ver⸗
heirathung mit Julie, als ſeinen Bewerbungen um die Gunſt der Fürſtin, daß er der Letzteren ebenſo wenig eine wahre Herzensneigung zutrug wie Erſterer, wird wohl als ſelbſtverſtändlich gelten, nach Dem, was man von ſeinem Charakter und Benehmen kennen gelernt hat.
Was die Fürſtin vorausgeſehen und gefürchtet hatte, blieb nicht aus. Die Kunde von der Verheirathung Victors verbreitete ſich auch in ihren Bekanntſchaftskreiſen, ſogar die Zeitungen brachten ſie, mit verſchiedenen Urtheilen, als einen immerhin ungewöhnlichen Schritt. Die Fragen,
mmeiſtens wohl ironiſche Glückwünſche und tadelnde Bemer⸗
kungen, erbitterten ſie, und ſie erklärte laut, daß ſie mit der„Konditor⸗Mamſell“ nicht das Geringſte zu thun habe. Zwiſchen Victor und ihr wurden auch keine Briefe mehr gewechſelt. Graf Stephan ſorgte übrigens noch dafür, daß ſie auch auf keine indirekte Weiſe Nachricht von dem Ergehen ihres Sohnes, ebenſo wenig wie von dem der Tochter einzog. mu K
So vergingen zwei Jahre, während deren ſie durch


