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täuben wußte; dann trat die vorher angeführte Kata⸗ ſtrophe ein, die ſie ſo gewaltſam aus dem Traume auf⸗ rüttelte. Eine durchſchlagende Veränderung ihres inneren Weſens hatte dieſelbe allerdings nicht zur Folge, wie ſich ſchon daraus ergiebt, daß ſie ſich Graf Stephans nicht vollſtändig entledigte, deſſen böſen Einfluß auf ſich ſie doch wohl begreifen mußte; aber in mancher Beziehung verän⸗ derten ſich ihre Anſichten doch, wie man ſchon gehört hat; insbeſondere urtheilte ſie jetzt milder über Victor und be⸗ dauerte, wenn auch nur in eigennützigem Intereſſe, daß er ihr ſo fernſtand.
Da traf auf einmal, ganz unerwartet und überraſchend, wieder ein Brief von ihm ein. Um den Inhalt deſſelben zu erklären, müſſen wir uns zu dem Grafen Horneck und ſeinen Schickſalen nach der Ankunft in Braſilien zurück⸗ wenden.
Die kleine vom ihm gegründete Kolonie nahm einen raſchen, erfreulichen Aufſchwung; was ihm ſelbſt an Kennt⸗ niſſen und Fähigkeiten abging, denſelben zu bewirken, wurde durch einige mehr in ſpeziellen Fächern erfahrene Genoſſen bewirkt; gern nahm er deren Rathſchläge an, lernte von ihnen und wirkte danach mit Umſicht und Fleiß. Das Glück begünſtigte auch alle Unternehmungen, denen


