ein großes Haus machen zu wollen, dieſer Verſuch aber doch ſo unglücklich ausgefallen, welche großen Opfer auch daran geſetzt wurden, daß er bald wieder aufgegeben werden mußte; umſo ungenirter und luxuriöſer ging es
auf den Gütern zu, wo ſich jener zweifelhafte Hofſtaat
um die Fürſtin bildete.
Da Graf Stephan bekannterweiſe kein eigenes Ver⸗ mögen beſaß und das ſeiner Frau anſcheinend freiwillig aufgegeben hatte, lag es auf der Hand, daß er nur aus der Taſche ſeiner Schwiegermutter lebte; aber er genirte ſich nicht im Mindeſten in ſeinen Ausgaben. Die Ver⸗ ſchwendung ging von beiden Seiten faſt in das Fabelhafte, und auch der blödeſte Verſtand mußte begreifen, daß das koloſſale Vermögen der Fürſtin dem vollſtändigen Ruine entgegengehe, wenn nicht bald eine Aenderung eintrete, aber wer hätte ihr dazu wohl rathen wollen?
Die einzelnen Gutsverwalter betrogen faſt offenkundig, der ſogenannte Güterdirektor am allermeiſten; Graf Bie⸗ linski kontrolirte ihn garnicht mehr und war zufrieden, wenn derſelbe ihm die Summen zuwies, deren er gerade bedurfte. Aber auch Letzteres ſtieß nun ſchon auf Schwierig⸗ keiten; der Herr Direktor zuckte mehr als einmal die Ach⸗ ſeln und erklärte, die Revenuen reichten nicht mehr für die
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