Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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Wilm hatte ſeine Mutter aus dem Wagen gehoben und küßte ihr mit kindlicher und ehrerbietiger Zärtlichkeit Mund und Händo, ſie nannte ihn mit den ſüßeſten Schmei⸗ chelnamen und betrachtete ihn immer wieder mit glückſtrah lendem Antlitz von Neuem, in ihrer übermäßigen Freude und Erregung offen ſeine Aehnlichkeit mit ſeinem Vater bewundernd. führten die glücklich wieder Vereinigten in eine am Hauſe befindliche Laube, in der ſie von Andern nicht ſo leicht be⸗ obachtet werden konnten, und zogen ſich dann in das Haus zurück, jene ihrer Zärtlichkeit und ihren gegenſeitigen Mit⸗ theilungen ungeſtört überlaſſend.

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Egmont und Marie waren tief gerührt; ſie

Der alte Theißen und Frau Martha waren auf das

Höchſte erſtaunt, als ſie den Zuſammenhang der ihnen un⸗ erklärlichen Scene des Wiederfindens, die ſie theilweiſe vom Fenſter aus beobachtet hatten, erfuhren; Beide nah⸗ men herzlichen Antheil an Wilm's Glück.

Als dieſer erſt nach mehreren Stunden auf wieder⸗ holte Aufforderungen mit ſeiner Mutter in das Haus ein⸗ trat und von den alten Theißen's herzlich beglückwünſcht

wurde, ſtrahlte er von Seligkeit, ein Zeichen für Egmont und Marie, daß die gegenſeitigen Erklärungen zwiſchen Mutter und Sohn befriedigend ausgefallen ſein mußten und daß ſich für Beide eine glückliche Zukunft hoffen ließ.