Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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dorthin. Sie wurde von uvermeßlichem Jubel begrüßt, denn neben der Sorge um die geliebte Gräfin, vermißte man auch allgemein ihre ſchützende und helfende Hand, und ihr Geſchick erregte in der kleinſten und ärmſten Hütte dieſelbe lebhafte Theilnahme wie im Schloſſe ſelbſt. Ueberall beſtrebte man ſich, den verehrten Herr⸗ ſchaften, die man zurück erwartete, an den Tag zu legen, wie ſehr man ihnen zugethan ſei und welche herzliche Freude ihre Verſöhnung auch in den Herzen ihrer Unter⸗ thanen errege. An dem Tage, auf den ihre Ankunft in Breitenſee feſtgeſetzt war, ſtrömten die Dorfbewohner ſchon vom Morgen an ſchaarenweiſe die Straße entlang, auf welcher der gräfliche Reiſewagen kommen mußte; der Weg durch das Dorf und zum Schloſſe hin war mit Blumen⸗ guirlanden und Ehrenpforten geſchmückt, deren Inſchriften den Einziehenden mehr als ein herzliches Willkommen zuriefen. Einen eben ſo überraſchend feſtlichen Anblick bot das geſchmückte Schloß dar, und der alte Theißen ſelbſt hatte die ſchon lange nicht mehr gebrauchten kleinen eiſer⸗ nen Böller auf einen paſſenden Platz fahren laſſen, von wo aus ſie die Ankommenden mit Salutſchüſſen begrüßen ſollten. Der Alte, von Wilm unterſtützt, ordnete ſelbſt Alles nach eigenem Geſchmacke mit dem größtmöglichſten Prunke an, denn Gräfin Eleonore konnte ſich darum nicht

bekümmern, da ſie zu lebhaft aufgeregt war, um das Glück