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trauen geheilt zu ſein, das Marien's ſo unwürdig war;— ich bereue aufrichtig.“
Egmont begab ſich wieder an die Seite ſeiner Gattin; er blieb allein mit ihr im Zimmer, denn die Aerzte hatten ſich in das Nebenzimmer zurückgezoͤgen, um in der Er⸗ wachenden nicht ein Mißbehagen über ihre Anweſenheit zu erwecken, die ſie in ihren Herzensergießungen gegen den Gatten ſtören mußte; Egmont hatte die Weiſung erhalten, letzteren nicht eher Einhalt zu thun, als bis er wahrnehme, daß ſie Marien zu heftig aufregten, ſich ſonſt aber voll⸗ ſtändig mit ihr auszuſprechen, damit ſie beruhigt würde.
Es war ſchon gegen Mitternacht, und Egmont hatte ängſtlich jedem ihrer ruhigen und regelmäßigen Athemzüge gelauſcht, als Marie wieder zum Leben erwachte. Sie öffnete zuerſt die Augen, dann erhob ſie den Kopf ein wenig, und ihr Geſichtsausdruck ſagte, daß ſie verwundert ſei, ſich in dieſer Lage zu befinden, und daß die Erinnerung noch nicht vollſtändig wiedergekehrt ſei; als ſie Egmont neben ſich erblickte, deſſen Herz vor ſeliger Freude laut klopfte und der ſie mit innig liebendem Blicke anſah, über⸗ zog auch ihr Geſicht ein ſtrahlender Glanz des Glückes, und ihm die Hand reichend, ſagte ſie mit matter Stimme:
„ Ich muß einen häßlichen Traum gehabt haben, Egmont, denn ich fühle meine Bruſt noch immer ein wenig bedrückt davon. Ja, ich entſinne mich jetzt, ich träumte,


