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das für ihn bereitete Zimmer zurück, und wirklich fand er dort bald die ihm ſo äußerſt nöthige Ruhe in einem er⸗ quickenden Schlummer.
Erſt ſpät am Abende weckte ihn Mittermann wieder daraus. 3
„Iſt ſie ſchon erwacht?“ war Egmonts erſte angſt⸗ volle Frage.
„Noch nicht, aber ich erwarte es jeden Augenblick,“ erwiederte der Doctor.„Sie ſchläft ganz ſanft und ruhig, und ſo Gott will, wird dieſe Krankheit ohne alle böſen Folgen vorübergehen. Aber laſſen Sie ſich's eine War⸗ nung ſein, Graf Egmont, nicht wieder in ungerechtem Verdachte mit einem Herzen zu ſpielen, das zerbrechlicher iſt, als Sie vielleicht meinen; es fehlte wenig daran, daß Sie keine Gelegenheit gefunden hätten, Ihren Fehler wieder gut zu machen, und Gottes Hand hat hier, wo unſere menſchliche Kunſt ſcheiterte, wieder einmal ein Wunder gethan. Sein Sie nicht böſe, daß ich ſo aufrichtig ſpreche, aber Sie wiſſen, wie nahe mir Ihr und der Frau Gräfin Glück am Herzen liegt.“
Der Graf drückte warm ſeine Hand, und ſein Blick ſagte, daß er aus innerſter Ueberzeugung ſpreche, als er erwiederte: 8
„Fürchten Sie nichts mehr, Doctor, ich bin zu hart geſtraft worden, um nicht für das Leben von einem Miß⸗


